1

Thema: E-Autos auf dem Vormarsch

Habe die Überschrift mal absichtlich etwas ĂŒberspitzt. Ein Thema sicherlich, dass uns in den kommenden Jahren hĂ€ufiger mal begegnen wird.

Die Technik ist noch nicht ausgereift, schreitet aber voran und ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Eine erste 22KW Ladestation Typ 2 fĂŒr E-Autos gibt es in Brambauer inwischen auch bereits an der Brechtener Straße 42. Wenngleich umgerechnet das Laden an der LadesĂ€ule doppelt so teuer ist, wie normales Benzin fĂŒr Autos mit Verbrennungsmotor. Man muss schon ziemlich Afin sein, wenn man heute schon wechselt, denke ich.

Edit 07.01.2018: Die Kosten fĂŒr das Laden an den öffentlichen LadesĂ€ulen sind inzwischen rapide gesunken und liegen umgerechnet auf 100 Km Reichweite deutlich unter den Kosten fĂŒr Benzin oder Diesel.

2

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Ich denke auch das man sehr afin sein muss um jetzt schon zu wechseln, da momentan noch zu wenig "Tankstellen" damit bestĂŒckt sind. Vieleicht ĂŒberlegt man sich auch das man zuhause den Wagen auftankt. Generell finde ich es eine gute Sache mit den E-Autos. Man mĂŒsste Deutschlandweit einen Schritt gehen der erstmal viel Geld kosten wird. Man tut es meiner Meinung nach auch nur fĂŒr die Zukunft, damt die Welt nicht untergeht, damit unsere Kinder und Kindeskinder etwas davon haben.

Ich hab da so eine Zukunftsvision das jedes Haus mit solchen Solaranlagen bestĂŒckt ist und Atom- und Kohle-energie abgeschafft wird. Ich weiß auch das viele schreien werden wegen ArbeitsplĂ€tze, jedoch vermute ich das man fĂŒr Strom generell nicht mehr so viel Zahlen wĂŒrde, das man die arbeitsenergie in was anderes Investieren könnte.
(nur so ein fix Gedanke)

3

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Einen Vorteil haben sicherlich die Leute, die zwar "heiß" auf ein Elektroauto sind, aber nicht sofort eines kaufen "mĂŒssen", weil der alte noch ein wenig durchhĂ€lt. In den nĂ€chsten spĂ€testens 5 Jahren wird sich auf jeden Fall schon einmal das Reichweitenproblem der Fahrzeuge erledigt haben. Fast monatlich gibt es ja irgendwo eine Meldung ĂŒber eine wieder noch stĂ€rkere Batterie zu lesen.

JĂŒngstes Beispiel: Deutschlands meistverkauftes Elektroauto bisher, der Renault Zoe, der zurzeit noch mit einer 21 kW Batterie fĂŒr max. 200 km ausgeliefert wird, soll bereits ab 2018 mit einer 41 kW Batterie ausgeliefert werden und dann bis zu 400 Km schaffen. Und das fĂŒr einen Preis von um die 20.000 Euro zuzĂŒglich Batteriemiete. Da kommst du schon einmal quer durchs Ruhrgebiet und zurĂŒck. Auch bei den ĂŒblichen AbzĂŒgen fĂŒr andere Stromverbraucher etc.

Renault Zoe:

https://www.cdn.renault.com/content/dam/Renault/master/vehicules/zoe-b10e-ph1/design/renault-zoe-b10-ph1lr-design-exterior-gallery-005.jpg.ximg.l_12_m.smart.jpg
Quelle: Renault

4

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Elektroautos sind im Moment wohl nur als Stadt-Fahrzeug eine Alternative.
Meiner Meinung nach ist das grĂ¶ĂŸte Problem die Vielzahl an Ladesystemen,
die natĂŒrlich nicht miteinander kompatibel sind.
Falls du also lÀngere Strecken fahren willst, muss du nicht nur die Ladestationen suchen,
sondern auch das System kennen, mit dem die Station arbeitet.
Und dann kann man die auch z.T. nur als angemeldeter Kunde benutzen.
Kein Wunder, das der Absatz der Fahrzeuge ĂŒberschaubar ist.

Es geht auch anders: in den Niederlanden gibt es EIN System, EINE Abrechnung.
Aber die haben ja auch keine eigene Auto-Industrie!

Hier in Deutschland hast du nur mit einem E-Auto diese Probleme nicht: Tesla.
Da wurde Geld in die Hand genommen und ein eigenes Netz aufgebaut.
Und zwar mit Schnell-Ladestationen.
Aber wie gesagt, deutsche Konzerne ticken anders.

5

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

O/L/E/ schrieb:

Elektroautos sind im Moment wohl nur als Stadt-Fahrzeug eine Alternative.
Meiner Meinung nach ist das grĂ¶ĂŸte Problem die Vielzahl an Ladesystemen,
die natĂŒrlich nicht miteinander kompatibel sind.
Falls du also lÀngere Strecken fahren willst, muss du nicht nur die Ladestationen suchen,
sondern auch das System kennen, mit dem die Station arbeitet.
Und dann kann man die auch z.T. nur als angemeldeter Kunde benutzen.
Kein Wunder, das der Absatz der Fahrzeuge ĂŒberschaubar ist.

Es geht auch anders: in den Niederlanden gibt es EIN System, EINE Abrechnung.
Aber die haben ja auch keine eigene Auto-Industrie!

Hier in Deutschland hast du nur mit einem E-Auto diese Probleme nicht: Tesla.
Da wurde Geld in die Hand genommen und ein eigenes Netz aufgebaut.
Und zwar mit Schnell-Ladestationen.
Aber wie gesagt, deutsche Konzerne ticken anders.

Ja, wohl wahr. Allerdings kristalisiert sich in Deutschland inzwischen der Stecker Typ 2 als das wohl verbreitetste System heraus. FĂŒr die Vielfahrer gibt es Adapter. Und so weit ich das ĂŒberschauen kann sind die Ladestationenbetreiber bestrebt, ihre SĂ€ulen fĂŒr möglichst viele Abrechnungssysteme fit zu machen. Schließlich wollen die ja auch eine möglichst hohe Nutzung erreichen.

6

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Autohersteller halten Elektroautos kĂŒnstlich teuer

Hier mal eine ARD Dokumentation (zugegegen aus dem Jahr 2015), die dokumentiert, wie in Deutschland Autohersteller und Politiker als deren Handlanger die ElektromobilitÀt so weit es eben geht torpedieren, damit so wenig wie möglich Elektroautos verkauft werden und mehr Kunden auf die Dreckschleudern setzen.

Als Beispiel wird im Beitrag konkret der BMW 3i genannt, der nachweislich keine höheren Produktionskosten hat wie das Benzin-Model, aber 10.000 Euro teurer verkauft wird als der Benziner, weil er ja ein "Premiumprodukt" ist.

Geschönt wird auch von der Regierung die Bilanz der LadesĂ€ulen. Wird im Ausland immer die Anzahl der LadesĂ€ulen angegeben, wie es ja auch das normale VerstĂ€ndnis ist, so wird in den deutschen Medien immer von Ladepunkten gesprochen und geschrieben. Eine LadesĂ€ule verfĂŒgt jeweils ĂŒber zwei AnschlĂŒsse, also Ladepunkte. Auf diese Weise wird die Zahl der Ladepunkte eben mal schnell doppelt so hoch wie die tatsĂ€chliche Zahl der LadesĂ€ulen. So kaschiert die Regierung, wie weit man tatsĂ€chlich beim Ausbau der SĂ€ulen hinter den NachbarlĂ€ndern hinterher hinkt. Und, und, und, und. Interessante Doku.

7

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Norwegen - Elektroautoland

Der grĂ¶ĂŸte "Versuchsballon" in Sache E-Autos lĂ€uft ja zur Zeit in Norwegen. Dort kann bereits heute sehen, wie es bei uns in 10-20 Jahren aussehen wird.

In Oslo betrĂ€gt der Anteil der Elektroautos bereits ĂŒber 30% und ist rasant steigend. Wie kriegen die das hin?
Nun, dort wird die ElektromobilitĂ€t massiv gefördert. Es gibt LadesĂ€ulen ohne Ende (aber noch zu wenig), an denen ĂŒberall kostenlos geladen werden kann (zahlt der Staat). Zudem sind durch staatliche Förderung Elektroautos dort gĂŒnstiger als vergleichbare Benziner. Auch ist die CO2-Bilanz dort gigantisch gut, da Strom in Norwegen bereits zu 98% aus erneuerbaren Energien stammt.
Es ist davon auszugehen, dass spÀtestens Ende 2018 im Raum Oslo bereits 50% aller Autos E-Autos sein werden.

8

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Trifft fĂŒr Schweden und Finnland auch weitestgehend zu. Dort findest du auch auf jedem Supermarkt-Parkplatz LadesĂ€ulen. Waren zwar ursprĂŒnglich dazu vorgesehen den Motor im Winter elektrisch warm zu halten, dienen aber mittlerweile auch als Ladestation. Die haben von vornherein fĂŒr jeden Parkplatz solche SĂ€ulen mitgeplant. Hier mĂŒĂŸten wir erstmal 80 Jahre aufholen.

Es wĂ€re dumm, sich ĂŒber die Welt zu Ă€rgern. Sie kĂŒmmert sich nicht darum.

9

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Achener Professor entwickelt preiswertestes Elektroauto

Die Meldung alleine klingt fĂŒr sich genommen gar nicht mal so spektakulĂ€r. Denn VisionĂ€re gibt es viele und totgeborene Ideen noch viel mehr. Doch in dieser Meldung steckt fĂŒr die Branche richtig Zunder drin.
Bei dem VisionĂ€r handelt es sich um den Aachener Professor GĂŒnther Schuh.

Bereits vor drei Jahren wirbelte Schuh den noch jungen deutschen Markt fĂŒr Elektroautos ziemlich durcheinander. Im Jahr 2014 war die Post auf der Suche nach einem Elektroauto, dass auf Sicht die mehreren 10.000 Zustellfahrzeuge ersetzen soll. Die Branche konnte (oder wollte) hier nicht helfen. Kurzerhand entwickelte Schuh innerhalb kĂŒrzester Zeit ein Zustellfahrzeug, dass heute als E-Scooter in aller Munde ist. Inzwischen hat die Post dem Professor die Produktion fĂŒr ein paar Millionen abgekauft und will fortan jĂ€hrlich 10.000 StĂŒck des E-Scooters bauen, die auch an Fremdfimen verkauft werden sollen.

Nun holt Schuh zum nĂ€chsten "Schlag" aus. Er betrachtet dies aber nicht als Konkurrenz, sondern als Starthilfe fĂŒr die Branche. Er grĂŒndete die e.Go Mobile AG und entwickelte den e.Go . Ein E-Auto, dass 2018 in Serie gehen soll und inklusive Batterie ca. 16.000 Euro kosten wird.

Auch von dem e.Go will Schuh kĂŒnfitig 10.000 StĂŒck im Jahr produzieren. Alleine die AnkĂŒndigung der Serienproduktion brachte dem Professor bereits 1.700 Vorbestellungen ein. Der Markt kommt in Bewegung.

10

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Warum die anderen Autohersteller so etwas wie den eScooter nicht bauen wollten,
ist relativ klar. Die Folgekosten fĂŒr die Wartung der Elektroautos sind halt geringer
als bei den Verbrennungsmotoren.
In den heutigen Zeiten, in denen die HĂ€ndler am Verkauf der Autos relativ geringe
Margen verdienen, verprellt man sich als Hersteller doch nicht seine Kunden.
Außerdem ist der eScooter ein Nischenprodukt.
Ja, die Post nimmt eine hohe StĂŒckzahl, aber z.B. bei den anderen Paketdienstleister
sind höhere Nutzlasten gefragt.
Fahrzeuge, die den Ablauf des Zustellens beschleunigen, haben auch einen Nachteil.
Wenn du vom Fahrersitz direkt in den Laderaum kannst, spart das zwar eine Menge Zeit,
da man nicht um das ganze Auto laufen muss, aber der Laderaum verringert sich extrem.
Die Fahrzeuge werden in der Regel nur zu 60-80% ausgelastet.
Wenn du keine Mischkalkulation vornehmen kannst, wie unser neuer DPDHL-Konzern,
brauchst du aber den ganzen Platz im Laderaum.
Ein anderer, großer Vorteil fĂŒr DPDHL ist ja auch die Möglichkeit, an jedem Standort der
Fahrzeuge Ladestationen installieren zu können und damit nicht auf staatliche Lösungen
warten zu mĂŒssen, da das ganze ja ein autarkes, internes System ist.

Besonders interessant wir fĂŒr mich die Haltbarkeit.
Ich weis, wie schnell so ein wirklich robustes Auto, wie ein MB Sprinter,
durch wechselnde Fahrer zerstört wird.
Mal sehen, wie die Sccoter nach 5 Jahren aussehen....

Aber bei einem gebe ich dir natĂŒrlich recht: Zeit das sich was regt!

11

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

DĂ€nischer Autohersteller Fisker meldet Patent auf Feststoffbatterie an - 800 Km Reichweite bei
1 Minute Ladezeit

Das klingt schon revolutionĂ€r, was Fisker da ankĂŒndigt. Die Batterie soll spĂ€testens 2023 in Serie gehen und nicht nur die Ladezeit und Reichweite erhöhen, sondern auch deutlich preiswerter sein als aktuelle Batterien.

http://www.autozeitung.de/fisker-e-auto 
 92072.html

12

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Bundesrat beschließt Förderung privater Ladestationen

Noch kurz vor Weihnachten beschloss der Bundesrat die Förderung privater Ladestationen, in dem die LĂ€nderkammer gesetzliche HĂŒrden fĂŒr die Errichtung von privaten Ladestationen beiseite schaffte.

Bislang konnten Mieter z. B. eine Ladestation in einer gemeinsam mit anderen Mietern genutzten Tiefgarage dort nur einrichten, wenn sĂ€mtliche anderen Mieter und der EigentĂŒmer der Tiefgarage dem auch zugestimmt haben. Bei nur einer Gegenstimme konnte bislang dort keine Ladestation eingebaut werden. Das galt selbst dann, wenn der Mieter die Station komplett auf eigene Kosten dort installieren wollte. Das gilt jetzt nicht mehr. Ab sofort gilt das Recht auf eine eigene Ladestation, wenn ein Mieter das auf seine Kosten macht. Zudem werden Ladestationen ab 11 kW mit 50% (max. 1000 Euro) gefördert, wenn der bezogene Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien stammt. Ist dies nicht der Fall, kann immer noch einen Förderung von 30% erfolgen.

13

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Der Aufbau einer eigenen Ladestation wird wohl einiges mehr kosten, als die Förderung hergibt. Wie bereits geschrieben sehe ich hier einen gewaltigen Nachholbedarf seitens des Staates. Und; unser Strom wird zum allergrĂ¶ĂŸten Teil dreckig bleiben. Wir haben eben nicht die Möglichkeit sĂ€mtliche FlĂŒĂŸe zu verbauen. Das letzte Mal wo ich sowas gesehen habe, war am Stora Sjöfallet in Schweden. War vorher wunderschön dort. Aber mit dem Wasserkraftwerk hat sich das ja doch stark verĂ€ndert.

Es wĂ€re dumm, sich ĂŒber die Welt zu Ă€rgern. Sie kĂŒmmert sich nicht darum.

14

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Kelmi schrieb:

Der Aufbau einer eigenen Ladestation wird wohl einiges mehr kosten, als die Förderung hergibt. Wie bereits geschrieben sehe ich hier einen gewaltigen Nachholbedarf seitens des Staates. Und; unser Strom wird zum allergrĂ¶ĂŸten Teil dreckig bleiben. Wir haben eben nicht die Möglichkeit sĂ€mtliche FlĂŒĂŸe zu verbauen. Das letzte Mal wo ich sowas gesehen habe, war am Stora Sjöfallet in Schweden. War vorher wunderschön dort. Aber mit dem Wasserkraftwerk hat sich das ja doch stark verĂ€ndert.

Sicher kostet die Ladestation Geld, wenn es denn die eigene sein soll. Allerdings rechnet sich das ja. Erstmal ist das Tanken von Strom gĂŒnstiger als Benzin oder Diesel. Und zum anderen hat ein Elektroauto Betriebskosten, die fast gegen null gehen.
Keine Inspektion, kein Öl, keine Filter, kein Auspuff und viel weniger Bremsenverschleiß. Hin und wieder neue WischerblĂ€tter und natĂŒrlich Reifen. Das war's. Dazu kommt der Wertverlust der Verbrenner. Wenn du dir heute z. B. einen neuen Benziner kaufst und willst den -sagen wir mal- in fĂŒnf bis sieben Jahren wieder verkaufen, ist der Restwert des Autos gleich null. Weil 2023 kauft dir kein Mensch mehr einen Verbrenner ab.

15

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

martinhaak schrieb:

Und zum anderen hat ein Elektroauto Betriebskosten, die fast gegen null gehen.
Keine Inspektion, kein Öl, keine Filter, kein Auspuff und viel weniger Bremsenverschleiß. Hin und wieder neue WischerblĂ€tter und natĂŒrlich Reifen. Das war's. Dazu kommt der Wertverlust der Verbrenner. Wenn du dir heute z. B. einen neuen Benziner kaufst und willst den -sagen wir mal- in fĂŒnf bis sieben Jahren wieder verkaufen, ist der Restwert des Autos gleich null. Weil 2023 kauft dir kein Mensch mehr einen Verbrenner ab.

Das ist aber sehr optimistisch. Inspektion wird wohl auch weiterhin fĂ€llig. Auch Filter wird so ein Wagen haben. Und wenn's nur der Pollenfilter ist. Außerdem brĂ€uchten wir wahrscheinlich noch mehr Kraftwerke und eine erweiterte Infrastruktur, damit der Strom auch entsprechend verfĂŒgbar ist. Zudem lĂ€sst sich das ganze fĂŒr knapp 5,5 Millionen Einwohner in einem sehr dĂŒnn besiedelten Land einfacher umsetzen als fĂŒr ein sehr dicht besiedeltem Land mit ca. 80 Millionen Einwohnern.

Es wĂ€re dumm, sich ĂŒber die Welt zu Ă€rgern. Sie kĂŒmmert sich nicht darum.

16

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Kelmi schrieb:

Zudem lĂ€sst sich das ganze fĂŒr knapp 5,5 Millionen Einwohner in einem sehr dĂŒnn besiedelten Land einfacher umsetzen als fĂŒr ein sehr dicht besiedeltem Land mit ca. 80 Millionen Einwohnern.

Also da sind sich inzwischen alle Experten einig. Strom genug ist auf jeden Fall da fĂŒr Elektroautos. Wir haben ja jĂ€hrlich sogar ca. 10% Überproduktion fĂŒr die wir ja sogar noch Geld drauf legen, damit man uns den im Ausland irgendwie abnimmt.

Die Umstellung auf die ElektromobilitĂ€t wird sehr schnell gehen. Die Nachfrage nach Elektroautos ist aktuell viel grĂ¶ĂŸer als das geringe Angebot der Hersteller. Daran wird sich vermutlich auch in 2018 wenig Ă€ndern, da heute bestellte E-Autos eine Lieferzeit von durchschnittlich 1,5 Jahren haben. Aber bereits 2019 wird das schon ganz anders aussehen. Infrastruktur hin oder her. Die Nachfrage ist da.

Nimmt man sich mal die Entwicklung zur Brust dann sieht man, dass sich die Zulassungszahlen in den vergangenen 7 Jahren durchschnittlich alle 15 Monate verdoppelt haben. HÀlt das so an, wÀren wir bereits 2026 komplett elektrisch unterwegs.... Jedenfalls was die Neuzulassungen angeht. GeschÀtzt werden bis 2026 bundesweit etwa 20.000 weitere öffentliche LadesÀulen entstehen. Das wÀre immer noch viel zu wenig, rechnet man die Summe der Fahrzeuge.
Allerdings hat die ganze Geschichte aber auch eine extreme Dynamik bekommen und es gibt fast jede Woche irgendeine Neuigkeit aus der Branche zu brichten, die man vorher kaum fĂŒr möglich hielt.
So gehen im FrĂŒhjahr zum Beispiel in SĂŒddeutschland die ersten LadesĂ€ulen mit 350 kW Leistung in Betrieb. Da dauert das Vollladen einer 40 kW Batterie nicht einmal 10 Minuten. Man braucht bei der Dynamit, die gerade im Bereich der Batterien und der Ladeinfrastruktur vorhanden ist kein Prophet zu sein um sagen zu können, das 2026 das Laden eines E-Autos auch nicht lĂ€nger dauern wird als ein heutiger Tankvorgang bei einem Verbrennungsauto.
Es zeichnet sich zudem schon ab, dass es steuerliche VergĂŒnstigungen geben wird fĂŒr Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter auf der Arbeit laden lassen, und, und, und....

Und wĂ€hrend die DHL bei der Elektrifizierung der Flotte den Umstieg auf den E-Scooter bevorzugt ist ĂŒber UPS zu lesen, dass die bestehende Dieselflotte nach und nach auf Elektromotoren umgerĂŒstet wird, um die Fahrzeugflotte weiter nutzen zu können. DPD setzt bereits seit 2016 auf den Umbau auf Plugin Hybriden, um mit der Flotte dann auch tĂ€glich 50 Km elektrisch fahren zu können. Über GLS und Hermes habe ich bislang noch keine Meldungen gefunden.

17

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Telekom baut an 12.000 ihrer 380.000 VerteilerkĂ€sten in Deutschland Ladepunkte fĂŒr E-Autos

„Wir haben in Deutschland 380.000 Kabelverzweiger. Jeder dieser grauen KĂ€sten hat eine Stromversorgung, eine Batteriepufferung, eine digitale Messstelle. Da mĂŒssen wir vorne nur einen Stöpsel dranmachen, dann können alle Elektroautos daran tanken“, so Vorstands-Chef Höttges auf einem Kongress der Branchenzeitung Automobilwoche.

So hat das Unternehmen 12.000 Standorte von VerteilerkĂ€sten ausgemacht die auch ĂŒber eine Parkmöglichkeit verfĂŒgen. Das Projekt soll zeitnah starten. ZusĂ€tzlich könnten 8000 Betriebshöfe des Unternehmens mit SchnellladesĂ€ulen ausgestattet werden.

https://i0.wp.com/www.mein-elektroauto.com/wp-content/uploads/2015/03/Ladestation-f%C3%BCr-Elektroautos-Telekom-Cebit-Stecker.jpg?zoom=2&resize=800%2C445&ssl=1
Quelle: Telekom

18

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Schwedisches Start-Up "Unity" baut E-Auto fĂŒr die breite Masse das es in sich hat

Auf dem Bild sieht das Auto aus wie ein futuristisches Spielzeug. Aber tatsĂ€chlich beinhaltet der Zweisitzer (Sitze hintereinander angeordnet) alles, aber wirklich alles, wovon die großen Autobauer erst in entfernten Zukunftsstudien trĂ€umen.

- Touchscreen Display integriert ins Lenkrad
- wichtige Informationen werden direkt in der Frontscheibe angezeigt.
- BetÀtigung des Blinkers per Wischbewegung auf dem Lenkrad
- Reichweite nach NEFZ - 300 Km
- herausnehmbarer und extern ladbarer Zusatz Akku, der 20-30 Km bringt, sozusagen als Reservekanister
- Solarpanel auf dem Dach fĂŒr bis zu 10 Km tĂ€glich

Und das ganze fĂŒr nach heutigem Maßstab sehr gĂŒnstige 15.000 Euro. Unity will aber nicht kleckern sondern klotzen. So sollen von dem Fahrzeug jĂ€hrlich 50.000 StĂŒck gebaut werden, die dann ab 2019 ĂŒber den Media Markt vertrieben werden.

https://www.youtube.com/watch?v=NzviwoioMJo&t=1419s

https://ecomento.de/wp-content/uploads/2016/10/Uniti-Elektroauto.jpg
Quelle: Unity

19

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Laden in LĂŒnen kostenlos

Wir haben in LĂŒnen ja leider die seit Jahren unverĂ€nderte Situation, dass es in der LĂŒner Innenstadt nach wie vor nur eine einzige öffentliche LadesĂ€ule gibt, die einen 22 kW Anschluss (Typ 2) und einen Schuko-Anschluss 220 Volt / 3,7 kW bietet.
Die SĂ€ule befindet sich "Im Hagen", direkt hinter der Einfahrt zum Saturnparkhaus auf der linken Seite.

Laut Homepage der Stadt LĂŒnen ist das Laden von E-Autos dort genauso kostenlos wie der Parkplatz vor der LadesĂ€ule. Dies gilt natĂŒrlich nur wĂ€hrend des Ladevorgangs. Dazu einfach die Stromtankstelle unter Telefon 02306 / 707-105 freischalten lassen.


http://www.stadtwerke-luenen.de/typo3temp/pics/7b3e2a7239.png
Quelle: Stadt LĂŒnen

20

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Deutsche Umwelthilfe verklagt weitere StÀdte und misst Stickoxide an 500 Standorten

Geht es nach der Deutschen Umwelthilfe, gehen die Stickoxid-Messungen vieler Kommunen an der RealitÀt vorbei, weil hÀufig nur an ein oder zwei Standorten in der Stadt gemessen wird.

Im Februar richtet die Deutsche Umwelthilfe bundesweit 500 Meßstellen ein, die von allen BĂŒrgern unter http://www.duh.de/ bis zum 21. Januar gemeldet werden können um dann noch weitere Klagen gegen die entsprechenden StĂ€dte vorzubereiten.
Die Zeit der Dieselmotoren ist aus und vorbei.

21 Zuletzt bearbeitet von O/L/E/ (13.01.2018 19:12:43)

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Ich sehe bei dem Laden der Fahrzeuge ein sehr großes Problem.
Sicher kann man in Tiefgaragen fĂŒr jeden Mieter eine Ladestelle installieren,
aber was macht der Großteil der Mieter, nĂ€mlich die, die kein Haus oder einen
eigenen Stellplatz haben?
Es gibt doch auch hier in Brambauer HĂ€user, in denen mehrere Personen wohnen
und mehr Autos vorhanden sind, als StellplÀtze in der NÀhe sind.
Selbst wenn der Mieter dann eine Ladestelle auf eigene Kosten installieren lÀsst,
bleiben im Freien liegende Kabel wirklich heil?
Kann man dann beim Umzug die selbstbezahlte Ladestelle mitnehmen?
Man kann die Auto ja auch ĂŒber den normalen Stromkreis laden,
doch der hÀlt das wahrscheinlich, bei gleichzeitigen Benutzen anderer GerÀte, kaum aus.
Ausserdem ist die LĂ€nge des Ladevorgangs unpraktisch lang.
Die Batterie des Renault Zoe brÀuchte am Hausstromnetz 10 Stunden,
beim Tesla S sind es schon 37!

Das Laden ist also der große Knackpunkt.
Und bei der großen Fahrzeugmenge hier in Deutschland ist das ein Problem,
das die Politik angehen mĂŒsste, denn von den Autobauern kommt zu wenig.

22

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

E-Autos , zuerst frage ich mich , wer kann sich das leisten . Die nÀchste frage stellt sich , nach dem heutigen Standart ist die Reichweite einfach zu kurz .
Das nĂ€chste Problem sehe ich darin , die Herstellung der Batterien . Wie lange wĂŒrden die Batterien halten bei einem Vielfahrer.
Wie Hoch sind die Folgekosten . Der Diesel wird nur schlecht geredet , wer hat ihn den Schlecht gemacht , die Autoindustrie . Wer soll fĂŒr die Geldgeilheit bezahlen ? der kleine Autofahrer .
Oder es gibt wieder die große Ausnahme bei den LKWÂŽÂŽs fĂŒr StĂ€dte und Gemeinden  . Die StĂ€dte und Gemeinden fahren wieder alle nur mit Sondergenehmigung . So ist es auch mit den Umweltplaketen , die StĂ€dte und Gemeinden brauchen keine Umweltplaketen.
Oder nehmen wir die Schifffahrt fahren die auch alle dann mit E-Motoren
Alle sehen in dem E-Autos das Non Plus Ultra , das kommt der Strom aus der Luft , das Blech kommt aus China und den Rest Reden wir schön .
Was Fahren den unsere Politiker fĂŒr Kleinwagen , oder ist das auch wieder die große Ausnahme .
Wer soll das alles bezahlen

23

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

honigbaerchen schrieb:

E-Autos , zuerst frage ich mich , wer kann sich das leisten . Die nÀchste frage stellt sich , nach dem heutigen Standart ist die Reichweite einfach zu kurz .
Das nĂ€chste Problem sehe ich darin , die Herstellung der Batterien . Wie lange wĂŒrden die Batterien halten bei einem Vielfahrer.
Wie Hoch sind die Folgekosten . Der Diesel wird nur schlecht geredet , wer hat ihn den Schlecht gemacht , die Autoindustrie . Wer soll fĂŒr die Geldgeilheit bezahlen ? der kleine Autofahrer .
Oder es gibt wieder die große Ausnahme bei den LKWÂŽÂŽs fĂŒr StĂ€dte und Gemeinden  . Die StĂ€dte und Gemeinden fahren wieder alle nur mit Sondergenehmigung . So ist es auch mit den Umweltplaketen , die StĂ€dte und Gemeinden brauchen keine Umweltplaketen.
Oder nehmen wir die Schifffahrt fahren die auch alle dann mit E-Motoren
Alle sehen in dem E-Autos das Non Plus Ultra , das kommt der Strom aus der Luft , das Blech kommt aus China und den Rest Reden wir schön .
Was Fahren den unsere Politiker fĂŒr Kleinwagen , oder ist das auch wieder die große Ausnahme .
Wer soll das alles bezahlen

Zum Preis von Elektroautos muss man sagen, dass spĂ€testens in zwei Jahren kaum mehr ein Unterschied zu einem Verbrenner erkennbar sein wird. Schon heute gibt es bezahlbare Fahreuge um die 20.000 €, die ca. 200 Km reale Reichweite haben. Die meisten Menschen werden an den meisten Tagen ganz sicher keine 200 km zurĂŒcklegen mĂŒssen.

Was die Folgekosten angeht, ist das Elektroauto dem Verbrenner um LĂ€ngen voraus, da das Elektroauto keine Teile hat, die tatsĂ€chlich gewartet werden mĂŒssten. Abgesehen von Reifen und Bremsen gibt es da keine Verschleißteile. Mitlerweile weiß man auch, dass eine Batterie viel lĂ€nger hĂ€lt als das Auto selbst. Auch der Strom ist viel preiswerter als Benzin oder Diesel. Im Betrieb also sind die Kosten des Elektroautos dramatisch gĂŒnstiger als beim Verbrenner.

Unsere Politiker versuchen mit aller Macht, den Umstieg auf die ElektromobilitÀt zu verhindern. Allerdings hat das ganze inzwischen eine derartige Geschwindigkeit aufgenommen - auch hier in Deutschland - das auch die Politik den Umstieg nicht mehr wird Bremsen können.

24

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

martinhaak schrieb:

Deutsche Umwelthilfe verklagt weitere StÀdte und misst Stickoxide an 500 Standorten

Geht es nach der Deutschen Umwelthilfe, gehen die Stickoxid-Messungen vieler Kommunen an der RealitÀt vorbei, weil hÀufig nur an ein oder zwei Standorten in der Stadt gemessen wird.

Im Februar richtet die Deutsche Umwelthilfe bundesweit 500 Meßstellen ein, die von allen BĂŒrgern unter http://www.duh.de/ bis zum 21. Januar gemeldet werden können um dann noch weitere Klagen gegen die entsprechenden StĂ€dte vorzubereiten.
Die Zeit der Dieselmotoren ist aus und vorbei.

FĂŒr mich ist die duh eher etwas Ă€hnliches wie eine Abmahnkanzlei. Siehe z.B. hier: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/m 
 38146.html
Dieser Laden beschrĂ€nkt sich hier nur auf Stickoxide, die die ach so bösen Diesel ausstoßen. Aber wie siehts bei CO2 aus? Das halte ich bei weitem fĂŒr gefĂ€hrlicher. Und da sind die ach so sauberen Benziner die grĂ¶ĂŸten Dreckschleudern. FĂŒr mich ist der Diesel immer noch die effizientere und sauberere Art sich fort zu bewegen. NB; wenn alle die, die sich ĂŒber Diesel aufregen einfach mal vor Augen hielten, welchen Dreck und welche LĂ€rmbelastung sie mit nur einem einzigen Flug verursachen, mĂŒĂŸten die sich fĂŒr die verursachten UmweltschĂ€den in Grund und Boden schĂ€men. Ich gehe immer noch davon aus, dass mein Diesel selbst mit einer Gesamtleistung von 350 000 Km nicht soviel Dreck verursacht und soviele Leute um Ihre Bettruhe gebracht hat, wie ein Flug.

Es wĂ€re dumm, sich ĂŒber die Welt zu Ă€rgern. Sie kĂŒmmert sich nicht darum.

25

Re: E-Autos auf dem Vormarsch

Kelmi schrieb:

FĂŒr mich ist die duh eher etwas Ă€hnliches wie eine Abmahnkanzlei. Siehe z.B. hier: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/m 
 38146.html
Dieser Laden beschrĂ€nkt sich hier nur auf Stickoxide, die die ach so bösen Diesel ausstoßen. Aber wie siehts bei CO2 aus? Das halte ich bei weitem fĂŒr gefĂ€hrlicher. Und da sind die ach so sauberen Benziner die grĂ¶ĂŸten Dreckschleudern. FĂŒr mich ist der Diesel immer noch die effizientere und sauberere Art sich fort zu bewegen. NB; wenn alle die, die sich ĂŒber Diesel aufregen einfach mal vor Augen hielten, welchen Dreck und welche LĂ€rmbelastung sie mit nur einem einzigen Flug verursachen, mĂŒĂŸten die sich fĂŒr die verursachten UmweltschĂ€den in Grund und Boden schĂ€men. Ich gehe immer noch davon aus, dass mein Diesel selbst mit einer Gesamtleistung von 350 000 Km nicht soviel Dreck verursacht und soviele Leute um Ihre Bettruhe gebracht hat, wie ein Flug.

Das ist so weit richtig. Du kannst aber leider nur Dinge einklagen, auf die du einen Rechtsanspruch hast. Der CO2 Ausstoss wird bei den Autoherstellern ja fĂŒr die ganze Flotte gerechnet, so weit ich weiß. Stickoxid aber per PKW, ist also wesentlich leichter einklagbar.